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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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38,95 € |
+0,62 € |
+1,59 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005785802 |
578580 |
- € |
- € |
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FMC "buy" 13.11.2001
Sparkasse Bremen
Die Analysten der Sparkasse Bremen stufen die Aktien von Fresenius Medical Care (WKN 578580) mit "buy" ein.
Die Fresenius Medical Care AG (FMC) gelte als weltweit führender Anbieter von Dialyse-Produkten und -Dienstleistungen. Das Unternehmen betreue in 1.270 Dialyse-Kliniken in Nord- und Lateinamerika, Europa sowie Asien rund 100.000 Patienten mit chronischem Nierenversagen. Hinzu kommen würden mehrere hunderttausend Patienten, die in Kliniken anderer Träger mit Dialysemaschinen und Dialysefiltern von FMC behandelt würden. Im dritten Quartal 2001 habe das Unternehmen den Umsatz um 14% auf 1,228 Mrd. US-Dollar steigern können. Das Nachsteuerergebnis sei um 9% auf 64 Mio. US-Dollar gestiegen. Das operative Ergebnis (EBIT) sei allerdings wegen Wertberichtigungen um 3% auf 163 Mio. US-Dollar gesunken. Ohne Berücksichtigung dieser Wertberichtigungen hätte diese Summe 174 Mio. US-Dollar betragen.
Nach Unternehmensangaben seien die Wertberichtigungen auf Forderungen (10 Mio. US-Dollar) und für Rechtskosten (2 Mio. US-Dollar) im Zusammenhang mit Streitigkeiten gegen private Krankenversicherungen in Nordamerika erfolgt. Bis zum Jahr 2003, so FMC, sei mit zusätzlichen Rechtskosten von etwa 2 bis 5 Mio. US-Dollar pro Quartal zu rechnen. Infolge des Rechtsstreites habe das Unternehmen seine Prognose für das Nachsteuerergebnis von ursprünglich 20 Prozent auf einen "zweistelligen Wert im unteren bis mittleren Bereich korrigiert".
Ein weiterer Sondereffekt werde von der Verwaltung hervorgehoben. Die Änderung der Rechnungslegung auf US-Norm (GAAP), die vom zweiten Halbjahr 2001 an gelte, habe zur Folge, dass der Firmenwert von übernommenen Unternehmen künftig nicht mehr abgeschrieben werde. Dadurch erhöhe sich bei FMC im Jahr 2001 das Ergebnis nach Steuern um 90 Mio. US-Dollar. Wegen dieses Basiseffektes steige der Jahresüberschuss 2002 nur noch im einstelligen Prozentbereich. Ohne diesen Effekt würde sich das Ergebnis nach Steuern im Jahr 2002 etwa um 25% erhöhen, habe das Unternehmen gemeldet.
Mit innovativen Dialyse-Produkten profitiere das Unternehmen von der in den Industrieländern kontinuierlich steigenden Zahl der Indikationen dieses Krankheitsbildes. Die Rücknahme der Ergebnisprognose infolge von Wertberichtigungen habe den Titel etwas unter Druck gebracht. Zwar seien Rechtsstreitigkeiten immer mit gewissen Unwägbarkeiten verbunden, aufgrund der augenblicklichen Schwäche sehe man aber für den risikoorientierten Anleger zur Zeit eine Kaufgelegenheit.
Daher lautet die Anlageempfehlung der Analysten der Sparkasse Bremen für die FMC-Aktie "buy".
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